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Straßenname soll an NSU-Mord erinnern

Benennung nach ermordeter Polizistin Michèle-Kiesewetter

Am 30. Oktober 2014 findet um 17 Uhr im Bezirkshaus Chorweiler, Großer Saal des Bürgerzentrum Chorweiler, die Anhörung des Bürgerantrags „Umbennenung der Merianstraße in Michèle Kiesewetter Straße“ statt. An der Merianstraße In Chorweiler befindet sich das Bundesamt für Verfassungsschutz.


Träger des Bürgerantrages sind der Vorsitzende der Kölner Piratenpartei und MdR Thomas Hegenbarth, der Vorsitzende der Bergisch Gladbacher Bürgerpartei und MdR Frank Samirae, sowie der Kölner Aktivist Wilfried Obst.

Die Antragsteller sehen in der Mordserie des NSU ein gigantisches Versagen der Sicherheitsbehörden, die eigentlich alles wussten, aber nichts damit anfangen konnten. Die Frage ist nun, welche politische Bedeutung den Ermittlungsfehlern zukommt. „Das Schlimmste ist das Vergessen.“ – meint Stadtrat Frank Samirae. „Mit der Benennung der Straße möchten wir daran erinnern, wie duch Versagen des Bundesverfassungsschutzes eine Polizeibeamtin Opfer werden konnte.“ – so Samirae weiter. Wie bekannt wurde, hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz noch nach Aufdeckung der Taten sogar Akten dazu vernichtet.

Am 25. April 2007 wurde die 22jährige Polizeivollzugsbeamtin Michèle Kiesewetter in Heilbronn mit einem gezielten Kopfschuss getötet und ein weiterer Polizeibeamter mit einem Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Der Mordfall wurde zunächst durch die jahrelange Fahndung nach dem Heilbronner Phantom in der Öffentlichkeit bekannt. Seit dem 7. November 2011 wird das Verbrechen aufgrund von Waffenfunden der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund zugeordnet. Etwa 14 Uhr war es an jenem 25. April 2007, als die Rechtsextremisten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt der Zwickauer Terrorzelle nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft auf Michèle Kiesewetter und ihren Kollegen Martin A. Kopfschüsse abgaben – in heimtückischer Art, von schräg hinten, als die Beamten gerade ahnungslos im Streifenwagen Pause machten.


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